CSSConf und JSConf 2019

x-root auf der CSSConf und JSConf 2019

Ein Erfahrungsbericht

Anfang des Monats waren wir auf der CSSConf und der JSConf in Berlin. Die Veranstaltungsreihe ist vor 10 Jahren aus der Community heraus entstanden und gibt seitdem sowohl technisch, wie auch gesellschaftlich maßgeblich den Ton an!

Ein kleiner geschichtlicher Rückblick zeigt schnell, warum die Veranstaltungsreihe einen guten Ruf in der Szene genießt. So wurden z.B. unter anderem NodeJS oder TypeScript dort zum ersten Mal vorgestellt, bevor sie ihren Siegeszug angetreten haben.

Grund genug für uns, euch einen Einblick in unsere Erfahrungen auf den Konferenzen zu geben – zwar war dies die letzte Konferenz in dieser Form, aber vielleicht überlegt ja der ein oder andere von euch, demnächst auf eine Schwesterveranstaltung der CSSConf und der JSConf zu gehen.

Welche Themen wurden auf der CSSConf 2019 beleuchtet?

Auch dieses Jahr konnten wir auf der CSSConf viel lernen. Beispielsweise wie gut das CSS-Entwicklungswerkzeug, insbesondere bei Firefox, geworden ist und wie wir unser CSS optimal organisieren und testen können. Wirklich beeindruckt waren wir von den Möglichkeiten der Houdini API, die zukünftige CSS Eigenschaften früher zugänglich machen wird.

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Is Houdini ready yet?

Und was gab´s auf der JSConf?

Die JSConf 2019 hat uns bestätigt, dass unsere bisherigen Technologieentscheidungen hinsichtlich der Erstellung von Benutzeroberflächen mit ReactJS und Angular solide sind.

Wirklich überrascht hat uns die Ankündigung von Entropic, einer dezentralen Paketverwaltung für JavaScript. Die Zeiten der zentral organisierten Verwaltung, wie die der NPM, scheinen zu Ende zu gehen. Den Talk dazu könnt ihr euch hier ansehen!

Allgemein wird sich das Tooling die nächsten Jahre verbessern. Mit tink, yarn und stencil erobern Tools den Markt, die definitiv einen zweiten Blick wert sind!

Notizbücher raus und Checkliste losgeschrieben, denn viele technische Kleinigkeiten werden die Entwickler auf Trab halten. Beispiele? Die Adaption von WebAPIs für NodeJS oder die unterschätzten Fähigkeiten mit HTTP-Headern zu arbeiten. Bessere Performance und responsive Darstellung eurer Inhalte kommen nicht von allein. ; )

Auch weniger technische Themen waren Teil des Programms:
  • Wie animiert man wie ein Profi von Disney?
  • Wie macht man Comics auch für Blinde zugänglich?
  • Wie macht man Programmiersprachen mit ihren englischen Schlüsselwörtern für die Mehrheit der nicht-englisch-sprechenden Menschen zugänglich?
  • Wie schafft man es, das Programmieren als solches, Menschen näherzubringen?

Besonders hervorstellen möchten wir die inspirierende Kunstausstellung der weiblichen Pioniere der Computerbranche, deren Errungenschaften leider noch gerne marginalisiert werden.

Funfact! Bei uns in der x-root sind die Büros nach Tech-Persönlichkeiten benannt. Zwei der auf der JSConf porträtierten Frauen, Hamilton und Hopper, sind Teil unserer Büronamen-Kanon.

Warum die Veranstaltungsreihe auch gesellschaftlich den Ton angibt

Die Organisatoren der CSSConf und der JSConf geben sich seit der Geburt der Konferenz auch in der Mitgestaltung gesellschaftlicher Veränderungen auf Tech-Konferenzen große Mühe. Jahr für Jahr schaffen sie es aufs Neue hohe Standards zu setzten.

Neben der Möglichkeit Beiträge anonymisiert einreichen zu können (die übrigens dafür sorgte, dass der Anteil der Frauen unter den Vortragenden maßgeblich erhöht wurde), wurde auch ein Scholarship-Programm aufgesetzt, das Einzelpersonen aus unterrepräsentierten Gruppen bei der Teilnahme an den Konferenzen mit Ticket- und Reisestipendien unterstützen sollte.

Verhaltensregeln (Code Of Conduct) wiesen darauf hin, mit Bedacht miteinander umzugehen, erstmalig wurde ein exklusiver Safespace für People Of Color als Rückzugsort eingerichtet und sogar an Kinderbetreuung wurde gedacht!

Außerdem: Vegetarisches Essen, genderneutrale Toiletten, Gebetsräume – vieles wurde mittlerweile auch von anderen Tech-Konferenzen adaptiert. Zweifelsohne sind diese aber auf diese CSSConf & JSConf zurück zu führen.

Insgesamt war die Konferenz wunderbar organisiert und sehr divers – auf verschiedenen Ebenen.
Wir sind gespannt, was die Organisatoren nach ihrer wohlverdienten Pause Neues starten werden und ob wir den ein oder anderen von euch auf der nächsten Konferenz antreffen werden.